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FLUGPLATZFEST / MEHRERE TAUSEND BESUCHER FREUEN SICH üBER UNTERHALTSAMES PROGRAMM
Mal leise, mal laut durch die Lüfte
Kunstflieger zeichnen spektakuläre Figuren in den Himmel
Die Besucher des Flugplatzfests in Sonderbuch haben Kunst- und Rundflüge genossen. Auch alte Flugzeuge konnte man bewundern. Auch wenn wegen des Wetters keine Fallschirmspringer zu sehen waren, gab es doch als schönen Abschluss einen Ballonstart.
EVA MENNER
Blaubeuren ·: Loopings, Trudelflug oder Rollen von Kunstfliegern über dem Sonderbucher Flughafen haben die bis zu 3000 Besucher der Flugplatzfests in Atem gehalten. "Wir sind sehr zufrieden. Im Großen und Ganzen hatte wir wieder einmal Glück mit dem Wetter, so dass fast das ganze Programm durchgezogen werden konnte", sagte Michael Stüber, der Vorsitzende der Fliegergruppe Blaubeuren, die das Fest am vergangenen Wochenende veranstaltete. Besonders freute ihn, dass das Stammpublikum kam, auch wenn es mal einen Regenschauer gab. Am Himmel boten Segel- und Motorflugzeuge, Modellflugzeuge, Oldtimer und moderne Modelle ein Flug-Spektakel, am Boden konnten die Maschinen aus der Nähe bestaunt werden.
Stammgast Johann Britsch, "der fliegende Gastwirt aus Finningen" konnte wegen einer Erkrankung diesmal nicht an dem Fest teilnehmen, kurzfristig war für ihn Kai Joppich aus Memmingen als Pilot eingesprungen, der dann mit der 360 PS starken Pitts Special S1 "Super Stinker" mit dröhnendem Motor spektakuläre Figuren in den Himmel zeichnete. Leise dagegen glitten Philipp Söll und Thomas Vöhringer mit der Lo 100, beide von der Blaubeurer Fliegergruppe, bei ihren Segelkunstflugvorführungen durch die Lüfte. Die Modellflieger-Gruppe aus Blaustein zeigte spektakuläre Flüge mit unbemannten Fluggeräten.
Zum ersten Mal war Gerhard Welte aus Illertissen mit seiner Bücker Jungmann in Sonderbuch. "Man sieht, ich hab kein Wetter gescheut."
Sein Flugzeug ist ein echter Oldtimer, das Standardschulflugzeug der Luftwaffe hob zum ersten Mal 1934 vom Boden ab. Welte hat die Maschine 2004 gekauft, in einem Topzustand, wie er sagt. Seitdem absolvierte er darin 1200 Flugstunden - und ist nach wie vor begeistert. "Das Flugzeug ist voll kunstflugtauglich und macht einfach alles mit."
Eine Rarität ist auch die Do 27 mit hervorragenden Start- und Landeeigenschaften. Schon nach 250 Metern erreicht sie eine Flughöhe von 15 Metern und braucht aus dieser Höhe für die Landung bescheidene 183 Meter. Mit Martin Hoffmann, in Kunstflugkreisen Humpty genannt, war ein renommierter Kunstflieger, Mitglied der Nationalmannschaft und WM-Teilnehmer, in Sonderbuch zu Gast.
In seiner Fox mit Doppelsitz nimmt er gelegentlich Fluggäste mit zum Kunstflug. Das müsse man aber vorsichtig angehen, zunächst einen Looping machen und den Passagier dann fragen, wie es ihm geht. "Wenn der signalisiert, dass es für ihn eine tolle Sache ist, kann ich richtig Gas geben."


Rundflüge im Angebot

Zwar flog niemand bei Martin Hoffmann mit, doch Rundflüge wurden ohnehin in anderen Flugzeugen angeboten. Matthias Werner und Bettina Herrmann aus der Nähe von Ludwigsburg waren eher zufällig nach Sonderbuch gekommen. Sie hatten das Wochenende in Bayern verbracht und wollten dort einen Hubschrauberflug genießen, der aber wetterbedingt ausfiel. Auf dem Heimweg sahen sie ein Hinweisschild für das Sonderbucher Flugplatzfest, machten sich kurzentschlossen auf den Weg und gönnten sich einen Rundflug über Blaubeuren. "Schön war's", kommentierte Werner hinterher, "nur die Landung war etwas holprig". Das sei aber nicht dem Piloten geschuldet, sondern der unebenen Wiese.
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Erscheinungsdatum:  08.09.2017, Copyright Das Blaumännle
 
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