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VERNISSAGE / ISABEL FUCHS ZEIGT IM "FRöHLICHEN NIX" BILDER, DIE DEN RAHMEN SPRENGEN
Schafe - teils gemalt und teils gestrickt
Mit den "Bestrickten Schafen" von Isabel Fuchs wird derzeit Kunst zum Berühren und Streicheln im "Fröhlichen Nix" gezeigt.Die kreative Kombination von Malerei und Gestricktem ist sehr außergewöhnlich.
MARGOT AUTENRIETH-KRONENTHALER
Blaubeuren·: Die Bilder, die allesamt Schafe zeigen, werden durch die gestrickten Anteile plastisch. Sie sprengen wortwörtlich den Rahmen, wenn Schaffell, Gras oder Gebüsch aus ihm geradezu herauswachsen. Manches entdeckt das Auge erst bei näherer Betrachtung. Etwa die unglaublich vielen Farbnuancen im grün-braunen Bereich - sowohl bei den verwendeten Acrylfarben, als auch bei der Wolle, die teils als Rohwolle, teils als Faden verarbeitet worden ist. Manches Fell sieht von Weitem aus, als sei es gemalt und entpuppt sich dann doch als gestrickte Schafwolle.
Die Bilder laden geradezu ein, den Schafen aufs Fell zu rücken und über ihr wieder erhaltenes, gestricktes Wollkleid zu streicheln. Auf manchen Bildern sind einzelne Schafe großformatig dargestellt, auf anderen sind Teile einer Schafherde abgebildet. Wachholderheide, Silberdisteln, Gras und Gebüsch täuschend echt darum herum angeordnet.


Liebevoller Blick

Tier und Landschaft sind auf den Kunstwerken mit einem liebevollen Blick von Isabel Fuchs festgehalten. Die Künstlerin erlebt es so an ihrem Wohnort in Hütten im Schmiechtal und ließ sich von diesem Anblick inspirieren. Bei der Vernissage im proppenvollen Nix führte sie selber in ihr Werk ein.
"Meine bestrickten Schafe spiegeln auch meine Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Einfachheit wider", erläuterte die Künstlerin. In einer Gegenwart, die hochtechnisiert und auf Profit ausgerichtet sei, die sich als komplex und bedrohlich darstelle, gehe ihr Blick zu den Tieren, die den Menschen seit Jahrtausenden begleitet und die Landschaft geprägt hätten, sagte die 49-jährige Isabel Fuchs. Sie gebe ihnen ihre Wolle symbolisch und mit viel Liebe zum Detail zurück. "Ich möchte den Schafen zu neuem Recht verhelfen, sie waren wichtig für die Menschheitsgeschichte. Und es ist an der Zeit sich auf alte Werte zu besinnen." Werte wie Einfachheit oder Bescheidenheit. Es gehe um Zurückbesinnen auf eine Zeit, in der das Verhältnis zwischen Mensch und Natur noch ausgewogener gewesen sei, und der Mensch gezwungenermaßen der Natur noch mehr Respekt entgegengebracht habe. Eine Rückbesinnung auf die Ursprünglichkeit und die Schönheit der einfachen Dinge, auf die Würde der Tiere scheine in einer Zeit von Tierversuchen und Massentierhaltung mehr als angebracht.
Isabel Fuchs hat freie Malerei an der Kunstakademie Stuttgart studiert, danach folgte ein Studium für Kunsterziehung. "Ich habe schon mit 18 Jahren in Bilder rein gestrickt, damals sagten sie an der Kunstakademie zu mir: Du spinnst", erinnert sich die Künstlerin. Fuchs unterrichtet Kunst und Französisch am Evangelischen Seminar. Musikalisch wurde die Vernissage von Kristina Fuchs (Violine) und Raphael Fuchs (Cello) stimmig umrahmt. Bei den Besuchern kamen die bestrickten Schafe sehr gut an, so dass viele Bilder sehr schnell verkauft waren.

INFO


Zu sehen sind die Bilder "Bestrickte Schafe" bis 24. März zu den üblichen Öffnungszeiten des "Fröhlichen Nix".

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Erscheinungsdatum:  12.01.2018, Copyright Das Blaumännle
 
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