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FASNET / HäS IST ABGESTAUBT, NARRENBAUM STEHT
Feuerteufel sind bereit für die närrische Jahreszeit
Mit einem kräftigen dreifachen "Feuerteufel" begrüßte Zunftmeister Peter Engelhardt seine Feuerteufelkollegen am letzten Freitag im Skiclubheim in Gerhausen. Die Gerhauser Narrenzunft startete mit dem Häsabstauben in die Saison.
EVA MENNER
Gerhausen·: Am 6. Januar beginnt bei den schwäbisch-alemannischen Narren traditionell die Fasnetsaison. Das ist anders als bei den Karnevalisten, für die der 11. November als Beginn der närrischen Saison gilt. Auch bei den Narren herrscht Ordnung und damit diese eingehalten wird, steht am Vorabend das Häsabstauben auf dem Programm. "Bis Fasnetsdienstag haben wir keine Probleme mehr, was wir an den Wochenenden anziehen sollen, da heißt es rein ins Häs", sagte Masken- und Häsmeister Sascha Muth zu Beginn. Das Verlesen der Regeln ersparte er sich, da sie ja allen bekannt seien, und bat um deren Einhaltung.
Bevor die teuflischen Narren bei den Umzügen munter durch die Gassen springen dürfen, mussten sie sich der Kontrolle des Masken-und Häsmeisters unterziehen. Ist noch Konfetti vom letzen Jahr im Beutel oder haben die Handschuhe ein Loch? Schwarze Socken und schwarze Schuhe sind für einen rechten Feuerteufel ein Muss. Lediglich das sogenannte "Tauchentle" durfte stolz gelbe Strümpfe und gelbe Schuhe präsentieren.
Muth nahm sein Amt locker, zeigte Vertrauen in sein Teufelsvolk und kontrollierte nicht jede Socke akribisch. Auch neue Feuerteufel wurden getauft und nach einer höllischen Aufnahmeprüfung in die Zunft aufgenommen. Zuerst schwitzten sie über kniffligen Fragen zum Verein und seiner Geschichte. Wozu diente der Rossschwanz früher, wozu heute, aus welchem Holz war die Maske früher, aus welchem heute oder wie alt ist der Zunftrat insgesamt, gehörten zum Fragenkatalog.
Falsche Antworten oder Nichtwissen hatten eine von den Feuerteufelkollegen gern gesehene Strafmaßnahme zur Folge, nämlich "Vesper für alle bei einer Busfahrt". Dann wurde den Teufelsanwärtern ein "lecker-teuflisches Menü" kredenzt, eine scharfe Suppe mit allerlei Ingredienzien und ein "heißer Hopfentee", sprich heißes Bier.
Nachdem die Täuflingsmägen diese Tortur überstanden hatten, gab's noch einen kräftigen Schwall kalten Wassers und Svenja Matzke, Nico Kemmner un Kay Stoicsics waren in die Zunft aufgenommen.
Die Zunft bietet zukünftigen Feuerteufeln an, erst einmal im Leihhäs zur Probe mitzulaufen, denn die Ausstattung ist nicht billig. Rund 270 Euro kosten Maske und. Schellengurt, der Stoff fürs Häs 50 Euro. Wer nicht selbst nähen kann, muss dafür noch mal mit 200 Euro rechnen.


Fünfeinhalb Wochen

Derzeit gibt es mit Ina Stoicsics nur eine Leihhästrägerin. Insgesamt gibt es 60 Aktive und 13 Narrensamen. Fünfeinhalb Wochen lang dauert dieses Jahr die Fasnet, bei 30 Veranstaltungen auswärts ist die Gerhauser Narrenzunft dabei, ein straffes Programm also.
Höhepunkt ist der eigene Fasnet-Umzug in Blaubeuren am 21. Januar. Am Freitag, 9. Februar wird das Rathaus gestürmt und mit der Fasnetsverbrennung im Ried am 13. Februar endet das närrische Treiben.
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Erscheinungsdatum:  12.01.2018, Copyright Das Blaumännle
 
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