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TOURISMUS / TROTZ WEGFALL DES FABRI-INSTITUTS RUND 90 000 ÜBERNACHTUNGEN
Jährlich zwei bis drei Ferienwohnungen mehr
Insgesamt kann Blaubeuren seinen Gästen inzwischen rund 75 Ferienwohnungen anbieten. In den vergangenen fünf Jahren kamen im Schnitt zwei bis drei Ferienwohnungen neu dazu. Jährlich werden rund 1000 Führungen gebucht.
THOMAS SPANHEL
Blaubeuren·: "Der Markt stimmt", sagte Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold bei einem Gespräch mit Blick auf das vergangene Tourismus-Jahr kurz vor Eröffnung der CMT in Stuttgart. Erfreulich sei, dass es inzwischen 75 Ferienwohnungen in der Stadt gibt, die von 25 Betreibern bereitgestellt werden. "In den vergangenen fünf Jahren kamen im Schnitt zwei bis drei Ferienwohnungen neu dazu", berichtete Bernhard Rieger, der in der Stadt für den Bereich Tourismus zuständig ist. Zum Teil sind das neue und sehr hochwertig ausgestattete Wohnungen: "Der Anspruch der Gäste ist inzwischen sehr hoch." Das zeige sich auch daran, dass sich immer mehr Anbieter zertifizieren lassen. Insgesamt dürfte es rund 15 000 Übernachtungen bei kleineren Anbieter geben.
Bei den Übernachtungen in Betrieben mit über zehn Betten, die in die offizielle Statistiken eingehen, rechnet die Stadt mit über 90 000 Übernachtungen im Jahr 2017. Aufs Ganze gesehen ist das ein Rückgang um etwa 10 000 Übernachtungen. Dies liege aber allein an der Schließung des Heinrich-Fabri-Instituts mit seinen 100 Betten, erläuterte der Bürgermeister. Man müsse berücksichtigen, dass in den großen Beherbungsbetrieben in Blaubeuren dadurch seit Anfang 2017 nur noch insgesamt 800 Betten zur Verfügung standen. Andere Betriebe glichen die fehlenden Betten des Fabri-Instituts teilweise aus. Die geringere Bettenzahl führte am Ende zu einer besseren Auslastung anderer Angebote. Wie im Jahr zuvor kamen gut 5600 ausländische Gäste. Mit durchschnittlich 2,7 Aufenthaltstagen verbringen die Besucher vergleichsweise viel Zeit bei ihrem Aufenthalt in Blaubeuren.
Um die guten Tourismus-Zahlen in Blaubeuren zu halten oder auszubauen, arbeitet die Stadtverwaltung inzwischen mit mehr Arbeitskraft in diesem Bereich - insgesamt rund zwei Personalstellen, berichtet Seibold. Noch 2010 gab es gar keine eigens für den Tourismus ausgewiesene Stelle. Nur so sei es möglich, die 1000 Führungen anzubieten, die über die Tourist-Info, das Urgeschichtliche Museum, das Kloster oder externe Anbieter im vergangenen Jahr gebucht wurden. Über 30 verschiedene Führungen- und Tourenangebote stehen den Gästen zur Auwahl: Am beliebtesten sind die "Blaubeurer Perlen", das "Blaubeurer Wunschkonzert" und die schwäbische "Nachtwächterführung".
Viel Arbeit kosten die Marketing-Aktivitäten, die Blaubeuren zuletzt auch für internationale Journalisten und Blogger etwa aus der Schweiz oder den Niederlanden interessant machten. Die Internet-Homepage der Stadt bietet aktuelle Infos und Bilder, die von Magazinen durchaus genutzt werden, berichtete Rieger. Blaubeuren wurde in einem Magazin sogar einmal als "Trauziel" auf Platz 2 gewählt. Sehr nachgefragt sind die Blaubeurer Broschüren, die zur CMT aktualisiert herausgebracht und am eigenen Stand verteilt werden. Sehr begehrt sind die Karten mit den neu zertifizierten Wanderwegen. "Man muss ständig dran bleiben, um die Leute zu erreichen", sagte Rieger.


Ladestation für E-Autos

Die Stadt wolle den Tourismus auch fördern, um der eigenen Bevölkerung mehr zu bieten: "Wir wollen einen Mehrwert in der Stadt schaffen", sagte Seibold. Die neuen Fremdenzimmer, die auch von Blaubeurern nachgefragten Führungen und neue Geschäftsfelder für Blaubeurer Geschäfte sind Beispiele dafür. Die gerade eingerichteten kostenlosen Wlan-Hotspots rund um Marktplatz und Kirchplatz sind wichtige Punkte, um die Attraktivität der Innenstadt für alle zu erhöhen.
Projekte im neuen Jahr - nicht nur für Touristen - sind ein neues Fußgängerleitsystem im Frühjahr, die Modernisierung des Wohnmobil-Stellplatzes mit Stromanschluss, der Aufbau zweier Ladestationen für Elektroautos und die Sanierung des Foyers und des Kassensystems im Hallenbad.
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Erscheinungsdatum:  12.01.2018, Copyright Das Blaumännle
 
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