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WELTERBE / VEREINBARUNG EINER GEMEINSAMEN GESCHäFTSSTELLE UNTERSCHRIEBEN
Das Fundament ist gelegt
Die Kreise Alb-Donau und Heidenheim sowie die Stadt Ulm haben die Vereinbarung für eine Geschäftsstelle für die gemeinsame Dachmarke Weltkultursprung unterschrieben. Eine Stelle wird ausgeschrieben.
HELGA MÄCKLE
Ulm·: "Wir haben mehr Höhlen, also müssen wir auch mehr zahlen", flachste Heiner Scheffold am Dienstag. Da hatte der Landrat des Alb-Donau-Kreises die Vereinbarung für die neue Geschäftsstelle der Dachmarke Weltkultursprung bereits unterschrieben. Mit deren Hilfe wollen die Kreise Alb-Donau und Heidenheim sowie die Stadt Ulm das Unesco-Weltkulturerbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" besser vermarkten.
120 000 Euro im Jahr wird die Geschäftsstelle, die ihren Sitz im Landratsamt in Ulm haben wird, kosten. 50 Prozent übernimmt der Alb-Donau-Kreis, jeweils 25 Prozent die Stadt Ulm und der Kreis Heidenheim.
Noch im Januar soll die Stelle eines Geschäftsführers ausgeschrieben werden. "Wir müssen nun das Fundament für die regionale Zusammenarbeit legen", erklärte OB Gunter Czisch. Dabei gehe es auch darum, die vielen Akteure, die sich seit Jahren für die Eiszeitkunst engagieren, zu unterstützen. Der Heidenheimer Landrat Thomas Reinhardt fasste es so zusammen: "So schön die Feierlichkeiten zur Verleihung des Welterbe-Titels waren: Jetzt geht's ans Schaffen." Zunächst soll der Geschäftsführer einen Masterplan erarbeiten. Keine leichte Aufgabe, denn die Anforderungen und Ansprüche sind vielfältig.
Kein Wunder sagte Czisch im Hinblick auf die Besetzung der 100-Prozent-Stelle, "wir brauchen die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau". Der Geschäftsführer soll sich um die Koordination zwischen den Akteuren, die Abstimmung mit den Behörden, dem Archäologischen Landesmuseum und der Universität Tübingen kümmern und als Anlaufstelle für Gemeinden und die Öffentlichkeit dienen.
Des weiteren muss er sich um die Umsetzung des Managementplans kümmern, der aus dem Unesco-Welterbeantrag für die sechs Höhlen resultiert. Touristische Aktivitäten zwischen Ach- und Lonetal und innerhalb der Täler müssen vernetzt, die Arbeit mit Vertretern und Verbänden im Tourismusbereich intensiviert werden. Außerdem sollen über die Geschäftsstelle wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen für die Öffentlichkeit organisiert werden.


Themen für Höhlen

Landrat Scheffold hatte auch einige Beispiele parat, was sich für die Besucher der Welterbe-Stätten ändern soll, etwa mit einem Themenkonzept. "Die Idee ist, dass der Besucher bei jeder Höhle ein anderes Thema vorfindet, das Lust macht auf die nächste oder auch?ein Museum." Solche Themen könnten Musik, Kunst und Ausgrabungstechniken sein. Geplant sei auch der Auf- und Ausbau von Rad- und E-Bike-Touren, in die man an verschiedenen Stellen ein- oder auch aussteigen kann.
Scheffold nannte neue Infozentren am Hohlen Fels bei Schelklingen und im Lonetal. Hier seien natürlich die betroffenen Kommunen gefragt. Bei der Finanzierung stünden diese aber nicht allein: Das Land Baden-Württemberg habe zugesagt, die Region bei den vielfältigen Aufgaben und Projekten zu unterstützen - auch finanziell.
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Erscheinungsdatum:  12.01.2018, Copyright Das Blaumännle
 
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