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GEOLOGIE / WINFRIED HANOLD üBER DEN HOHLEN FELS
Zur Entstehung
Wie der Hohle Fels entstanden ist, beschreibt Winfried Hanold von der Museumsgesellschaft Schelklingen in seiner neuen Veröffentlichung.
SWP
Schelklingen·: Der Hohle Fels ist die größte, für Besucher zugängliche Höhlenhalle der Schwäbischen Alb. Die große Halle hat eine Grundfläche von 500 Quadratmetern. Die Höhle sei entstanden, als in der Zeit vor 145 Millionen Jahren aus den Ablagerungen des Jurameeres die Kalke der Schwäbischen Alb wurden, berichtet Hanold. Später waren die Kalke der Verwitterung ausgesetzt. Doch nicht nur an der Oberfläche, sondern auch entlang von Rissen im Gestein finde eine Lösung des Kalks statt. In Wasser sei Kalk zwar fast unlöslich, doch reiche schon eine schwache Säure, um ihn durch eine chemische Reaktion aufzulösen. Eine solche Säure sei die Kohlensäure, erläutert Hanold. Wenn Regenwasser durch die unteren Luftschichten falle und anschließend durch die Humusschicht des Bodens sickere, nehme es Kohlenstoffdioxid auf.
"Wo immer dieses Wasser in den Kalkstein eindringen kann, reagiert es mit ihm und löst ihn dabei auf. Feinste Risse werden so zu Spalten", schreibt Hanold. Erreiche eine Spalte weniger oder nicht durchlässige tonhaltige Kalkschichten, suche es seinen Weg in waagerechten Rissen und löse auch dort den Kalk.
Doch auch zwei andere Kräfte seien an der Entstehung der großen Halle des Hohlen Fels beteiligt gewesen - nämlich die Verwitterung und der Bergdruck. Die große Halle liege im Hang hinter dem Fels. Entstehe im Gestein ein großer Hohlraum, so versuche das Gebirge, ihn durch die Kraft seiner Masse wieder zu schließen, erläutert der Fachmann. Steine brechen von Wänden und Decke. Dieser Vorgang halte so lange an, bis die Form der Höhle, ein Gewölbe, dem Druck widerstehen könne. So sei heute der Hohle Fels eine völlig stabile Halle.
Ein Höhlenfluss, der zeitweise durch den Hohlen Fels geflossen ist, habe einen großen Teil des Verbruchs davon getragen. Dabei seien die Höhlengänge immer tiefer und breiter erodiert, schreibt Honold. ben
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Erscheinungsdatum:  12.01.2018, Copyright Das Blaumännle
 
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